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AKTUELL:

Das Frauenmusuem Hittisau erhält den
Österreichischen Museumspreis 2017!

Es handelt sich um die höchste Auszeichnung für Museen in Österreich. Zum Artikel



Trailer Frauenmuseum Hittisau_Christine Knoblauch

Aktuelle Ausstellungen

Maasai Baumeisterinnen aus Ololosokwan

13. November 2016 bis 18. Juni 2017 | VERLÄNGERT BIS 8. OKTOBER 2017

                                                    
Mit Kiramatisho Parmwat, Meeyu Koitumet, Naserian Kipees, Napolos Mbunito, Naswaku Parmwat, Naswaku Rotiken, Nekishon Koipa, Nooltetiaini Rotiken, Norkireu Rotiken und Saning‘o Tomboi

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Eingebettet in die einzigartige Kulisse der Hochland-ebenen der Serengeti und Maasai Mara sind die Maasai Frauen alleine für den Bau und den Erhalt der traditionellen Hütten (Enkaji) verantwortlich. Anhand von zehn ausgewählten Maasai Baumeisterinnen aus Ololosokwan in Tansania werden deren bewegende Lebensgeschichten sowie die von ihnen erbauten Gebäude präsentiert. Die Ausstellung im Frauenmuseum Hittisau ist eine baukulturelle Annäherung an das faszinierende Leben der Maasai Frauen und ermöglicht einzigartige Einblicke in ihren Alltag.

maasai bau

Enkaji - der Bauprozess

Die Maasai Familien leben in polygamen Familienverbänden, in denen jede der Ehefrauen eine eigene Hütte (Enkaji) besitzt und diese selbst erbaut hat. Auf ca. 25m² leben so bis zu zwei Erwachsene und sechs Kinder sowie das Jungvieh, aufgeteilt auf sechs Räume, zusammen. Wie ist das möglich? Wie baut man ein Haus aus Ästen, Erde, Asche, Sand, Kuhdung, Urin und Wasser? Wo lassen sich die individuellen Körperproportionen der Frauen in den Häusern wieder finden? Warum ist es im Inneren so dunkel? Dies sind nur einige der Fragen, die in der Ausstellung thematisiert werden.

Handwerkerinnen für Handwerkerinnen
Zehn Handwerkerinnen aus dem Bregenzerwald und Umgebung gestalteten für die Ausstellung je eine Holztruhe für eine der Maasai Baumeisterinnen. Diese außergewöhnlich gestalteten Holztruhen werden durch den Verkauf für das Ausbildungs- und Selbsthilfe-
projekt SIDAI zugunsten der Mädchen und Frauen aus
Ololosokwan verwendet.

Die Handwerkerinnen
Monika Arnold, Maria Christern, Christina Fetz-Eberle, Belinda Hager, Manuela Maass, Heidi Maurer, Martha Niederacher, Petra Raid, Ina Rüf-Amann, Irmgard Schwärzler und Bianca Winder

Emorata - Weibliche Genitalbeschneidung
Jährlich werden laut UNICEF mehr als 3 Millionen Mädchen an ihren Genitalien verstümmelt – alle elf Sekunden eins. Nach neuesten Studien sind weltweit mindestens 200 Millionen Mädchen und Frauen betroffen. Die weibliche Genitalbeschneidung (Emorata in Maa) existiert seit Jahrtausenden als traditionelles Ritual, so auch bei den Maasai. Noch heute werden in abgelegenen Gebieten wie Ololosokwan unzählige Mädchen im Alter von 12-14 Jahren verstümmelt und anschließend verheiratet. Auch dieses sensible Thema wird in der Ausstellung thematisiert.


ÖFFENTLICHE FÜHRUNG

jeden Montag, 18 Uhr
Euro 10.- pro Person (ohne Anmeldung, inkl. Eintritt)

KURATORINNENFÜHRUNG MIT CORNELIA FAISST
jeweils am ersten Sonntag im Monat (außer Jänner), 17 Uhr
4.12.2016, 5.2., 5.3., 2.4., 7.5. und 4.6. 2017

VERMITTLUNGSPROGRAMM FÜR KINDER,
JUGENDLICHE UND SCHULEN

Konzept: Ida Bals, Info und Anmeldung +43 (0)664 4355456
kulturvermittlung@frauenmuseum.at

AUSSTELLUNGSTEAM

Ausstellungskuratorin: Cornelia Faißt
Koordination: Stefania Pitscheider Soraperra
Fotos: Karin Nussbaumer, Cornelia Faißt
Grafische Gestaltung: Christiane Eberle, FORMA
Ausstellungsarchitektur: Cornelia Faißt
Übersetzung und Lektorat: Laura Gaffron

FRAUENMUSEUM HITTISAU

Direktorin: Stefania Pitscheider Soraperra
Assistenz: Helga Rädler
Kulturvermittlung, Aufbau: Ida Bals, Wilma Bilgeri,
Irma Eberle, Marie Eberle, Stephanie Engstler,
Danielle Fend-Strahm, Gertrud Faißt, Bernadette Fritz, Maria Hauser, Sabine Heinzle, Daniela Hörburger, Marion Maier, Lea Mohr, Renate Nußbaumer, Sara Plötzeneder-Natter, Helga Rädler, Petra Raid, Yara Salem, Martina Winder, Andrea Schwarzmann

Mit freundlicher Unterstützung von
Gemeinde Hittisau | Land Vorarlberg Frauen | Land Vorarlberg Kultur | Bundeskanzleramt
Sektion Kunst | Regio Bregenzerwald | IrkiRamat Foundation, Ololosokwan | Ole Mako Salangat,
Peter Ndoinyo, Komesha Mbunito, Liaramu Tumaini Matinda | Institut für Architektur und Raum-
entwicklung, Universität Liechtenstein | Typico GmbH, Hörbranz | Schwärzler OHG, Lingenau 
jodo Tischlerei, Gebr. Dorner GmbH, Lingenau | Klunkar, Bizau | Handwerkerzunft Lingenau |  Raiffeisenbank Vorderbregenzerwald | Gasthof Hotel Krone | Fink wertvoll genießen | Kultursender Ö1
Das Projekt wird unterstützt durch das Bundeskanzleramt Österreich im Rahmen des
Margarethe Schütte-Lihotzky Projektstipendiums.