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Das Frauenmuseum Hittisau erhält den Österreichischen Museumspreis 2017!
Es handelt sich um die höchste Auszeichnung für Museen in Österreich.Zum Artikel


Trailer Frauenmuseum Hittisau_Christine Knoblauch


Aktuelle Veranstaltungen

N°1 HEIMAT LERNEN II

Pforte im Frauenmuseum
Samstag, 1. April 2017 | 17 Uhr

Miriam Helms Ålien Violine
Klaus Christa Viola
Mathias Johansen Violoncello
Francesco Negrini Klarinette
Allen Smith Fagott
Sibylle Mahni Horn
Leon Bosch Kontrabass

Sibylle Mahni

Vitaly Buyanovsky (1928–1993)
aus 4 Improvisations for Horn solo:
1. Scandinavia – Allegro maestoso

Leon Bosch
Dimitri Smirnov (*1948) (Leon Bosch gewidmet)
Duo für Violine und Kontrabass

Francesco Negrini
Gaspare Tirincanti (*1951)
Jazz-Stück für Klarinette Solo „Clarinettologia“

Miriam Helms Ålien
Ole Bull (1810–1880)
„Saeterjentens Sondag“ – „Der Sonntag
der Schäferin“ für Solovioline und Ensemble

Mathias Johannsen
György Ligeti (1923–2006)
Solosonate für Violoncello

Klaus Christa

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Divertimento für Streichtrio KV 563
IV. Andante

Allen Smith
Gernot Wolfgang (*1957)
„Impressions“ für Septett


PAUSE

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Septett in Es-Dur op. 20

Adagio – Allegro con brio
Adagio cantabile
Tempo di minuetto
Tema con variazioni. Andante
Scherzo. Allegro molto e vivace
Andante con moto alla marcia –Presto


Wir haben unsere Musiker gefragt, warum ihnen genau diese Stücke Heimat bedeuten, hier einige Antworten


Ich habe dieses Stück ausgewählt, da ich mich in Skandinavien besonders wohl und heimatlich fühle. Ich bin in Südschweden geboren und habe dort meine ersten 7 Lebensjahre verbracht, die wohl die glücklichsten und unbeschwertesten Jahre in meinem Leben waren. Obwohl meine Eltern und damit auch ich selbst Schweizer sind, hat mich Schweden sehr geprägt. Die Ruhe und Weite des Landes und die freundliche und entspannte Art der Landsleute lässt mein Herz aufgehen.
Sibylle Mahni

Der Variationssatz aus Mozarts Streichtriodivertimento gehört zu den Werken, die mich seit Jahrzehnten begleiten und mir tief aus der Seele sprechen. Er ist so lebendig und wandert durch eine Vielzahl von seelischen Zuständen, die mir alle so vertraut sind. Und die Bratsche kriegt immer wieder ein Rolle im Ganzen, wie ich sie einfach herrlich finde, ich erkenne dann meine Stimme im Dialog mit Geige und Cello!
Klaus Christa

Mit einem österreichischen Komponisten habe ich die Heimat getauscht: Gernot Wolfgang, ein Jazz-Gitarrist, komponiert nun in Los Angeles u.a. Filmmusik, während ich nun hier in meiner neuen Heimat die Quelle der klassischen Musik erlebe. Das Septett von Gernot Wolfgang spiegelt sehr geschickt die Ästhetik meiner alten Heimat ... aber klar, die Musik von Hollywood war immer von emigrierten Europäern sehr geprägt.
Allen Smith  

Ich habe „In Augenblicken der Einsamkeit“ als mein Heimatstück ausgesucht, weil es ein Stück ist, das mir ganz nah am Herzen liegt. Es war ursprünglich ein norwegisches Volkslied, aufgezeichnet und neukomponiert vom Superstar des 19. Jahrhunderts, Ole Bull. Der oft als „Paganini des Nordens“ bezeichnete Bull war ein visionärer Mann mit großen (manchmal verrückten) Träumen. In diesem Stück zeigt er eine ganz andere, verinnerlichte Seite. Ich freue mich sehr, dass ich die Gelegenheit bekomme, diese mit Ihnen zu teilen.
Miriam Helms Ålien 

Die "Ligeti-Solosonate" hat für mich einen der signifikanten Punkte in meinem Leben musikalisch begleitet. In den gleichen Tagen, in denen ich mich zum letzten Mal final für den Werdegang als Cellist entschied, faszinierte mich die Ligeti Solosonate – nicht zuletzt durch ihre Entstehungsgeschichte – so sehr, dass sie mich seither immer wieder begleitete. Vielleicht hat das Stück damals auch einen kleinen Teil zu der Entscheidung beigetragen ...
Mathias Johansen
   
Was weckt in uns Heimatgefühle?

Ein Südafrikaner in England, ein Alaska-Amerikaner in Vorarlberg, ein Italiener, der in der Schweiz lebt und in Vorarlberg arbeitet, ein Deutsch-Norweger, aufgeteilt zwischen Deutschland und Vorarlberg, eine Nordnorwegerin in München, eine Schweizerin in Deutschland, ein Vorarlberger in Vorarlberg, ein Rheinländer in Wien – die Biografien der acht Musikerinnen und Musiker, die das Eröffnungskonzert der Pforte-Saison 2017 gestalten, zeigen uns: Heimisch-sein heißt in vielen Fällen Heimisch- werden. Das kleine Vorarlberg ist für diesen Prozess geradezu prototypisch, gibt es in Vorarlberg doch kaum Spuren einer autochthonen, von keiner anderen beeinflussten Kultur. Die Grafen von Montfort? Aus Tübingen. Die Habsburger? Aus der Schweiz. Der wirtschaftliche Aufschwung? Ohne Italiener, Türken, Kärntner, Steirer und Oberösterreicher nicht vorstellbar. Das Vorarlbergerische, das ist seit jeher das Werdende. Dazu zählt auch, dass die Nachkommen der einst Zugewanderten vor den neuen Zuwanderern warnen. Bis deren Nachkommen, sich selbst als „Urvorarlberger“ fühlend, damit von vorne beginnen. Nachdem wir uns bei „Heimat lernen I“ im vergangenen Jahr der Frage, wann wir heimisch werden und warum, gewidmet haben, wollen wir nun erforschen, was in uns Heimatgefühle weckt. Dafür haben alle Mitwirkenden ein Musikstück im Gepäck, das für sie ganz persönlich ein Stück Heimat bedeutet. Im zweiten Teil dieses Eröffnungskonzertes brechen wir dann gemeinsam zu einer Reise in die Kaiserstadt auf und genießen das musikalische Heimisch-werden eines Bonners in Wien.



Abonnement

58 Euro (4 Konzerte)

Einzelkarten
17 Euro; Studierende 8 Euro
Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre
freier Eintritt (Reservierung erbeten)

Abendkasse ab 16.30 Uhr
Einlass ab 16.30 Uhr

Verkauf & Reservierung

Tourismusbüro Hittisau
T 05513 6209 50 oder
tourismus@hittisau.at

Infos
Frauenmuseum Hittisau
Platz 501, 6952 Hittisau
T 05513 620930
frauenmuseum.at
www.musik-in-der-pforte.at/