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Das Frauenmuseum Hittisau


DAS FRAUENMUSEUM UND SEINE AUFGABE
Das Frauenmuseum Hittisau (Bregenzerwald) ist das erste und einzige Frauenmuseum Österreichs. Es ist auch weltweit das einzige im ländlichen Raum. Es wurde im Jahr 2000 auf Initiative von Elisabeth Stöckler gegründet und hat seither über dreißig Ausstellungen zu frauenrelevanten Themen gezeigt. Das Frauenmuseum Hittisau hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Kulturschaffen von Frauen und Frauengeschichte(n) sichtbar zu machen und zu dokumentieren. Die Auseinandersetzung mit Geschichte und Kultur aus Frauenperspektive vertieft oder erweitert weibliche Identitäten, regt Reflexionsprozesse an und schärft das Bewusstsein von Frauen und Männern für die historische und gesellschaftliche Bedingtheit von Geschlechterrollen und für ihre Gestaltbarkeit.

Eine Besonderheit des Frauenmuseums liegt in der Art der persönlichen Vermittlung.


DAS PROGRAMM
Das Frauenmuseum Hittisau zeigt zwei Ausstellungen pro Jahr, die frauenrelevante Themen aus den Bereichen Sozial- und Kulturgeschichte, Kunst, Architektur, Geschichte zum Inhalt haben. Dabei wird auf ein Wechsel oder eine Kombination von einem regionalen und internationalen Blickwinkel geachtet.
Ein wichtiges Kriterium für die Ausstellungen im Frauenmuseum ist die sparsame, reflektierende und gendersensible Aufbereitung von Themen und deren direkte Vermittlung, vielmehr als der technische Aufwand oder die Suggestion der Objekte. Begleitend zu den Ausstellungen bietet das Frauenmuseum ein dichtes Rahmenprogramm an individuell gestalteten Sonderführungen, Vorträgen, Workshops, Konzerten, Lesungen, Seminaren und Filmvorführungen. Das Vermittlungsprogramm ist differenziert und bietet sowohl erwachsenen- als auch kinderspezifische Veranstaltungen an.


SAMMELN, BEWAHREN, FORSCHEN UND DOKUMENTIEREN
Das Frauenmuseum Hittisau dokumentiert Wissen und Objekte der materiellen und immateriellen Kulturen der Frauen (in erster Linie der Region) in einer Bilddatenbank bzw. einer Audio-Datenbank. Gesammelt wird nur sehr ausgewählt (Kunst, Alltagskultur mit einem regionalen Schwerpunkt). Im Frauenmuseum stehen an erster Stelle Bewusstseinsbildung und Dokumentation.

So ist auch das Konzept der dislozierten Sammlung entstanden. Leihgaben werden dokumentiert und erforscht, um in Folge, angereichert mit Wissen, Erinnerung und Würdigung wieder in den ursprünglichen Kontext zurückgegeben zu werden.

Parallel dazu zeigen Forschungsprojekte Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten auf. Bei der Bearbeitung der regionalen Themen sind nach Möglichkeit breite Bevölkerungskreise eingebunden. Alternierend werden überregionale oder internationalen Fragestellungen durch regionale, nationale und internationale Kooperationen erarbeitet (etwa mit dem Bregenzerwaldarchiv, dem Mädchenzentrum Amazone, der Universität Wien, der Angewandten oder dem Museum für Volkskunde in Wien).