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AKTUELL

Frauenmuseum Hittisau geht mit einer neuen Struktur in die Zukunft

Außenansicht Europäerinnen

Die Gemeindevertretung Hittisau hat am 21.2.2017 beschlossen, unser Museum in einen Trägerverein zu überführen

Nun ist der Weg frei für eine unabhängige und zukunftsorientierte Trägerschaft des Frauenmuseum Hittisau. Hintergrund ist vor allem die positive Entwicklung der inzwischen weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Kulturinstitution. So hat sich das Frauenmuseum Hittisau als Musterbeispiel eines erfolgreichen Spezialmuseums im ländlichen Raum entwickelt.

„Die Gemeinde Hittisau hat in den vergangenen 16 Jahren als alleinige Trägerin ermöglicht, dass das Frauenmuseum gegründet und aufgebaut werden konnte. Jetzt ist Zeit, diese für unsere Region bedeutsame Kultur- und Bildungsinstitution mit mehr Unabhängigkeit auszustatten. Dafür übergeben wir die Trägerschaft an einen neu zu schaffenden Verein, in dessen Vorstand die künftigen Fördergeber – also wir als Gemeinde und das Land Vorarlberg – vertreten sein werden“, so der Hittisauer Bürgermeister Gerhard Beer.

Bereits Anfang des vergangenen Jahres hatte die Gemeindevertretung Hittisau beschlossen, Möglichkeiten einer neuen Aufstellung für das Frauenmuseum Hittisau überprüfen zu lassen. Auf dieser Grundlage wurde ein Lenkungsausschuss eingesetzt, welcher sich seit vergangenem Jahr intensiv mit dieser Frage beschäftigt hat. In den Entwicklungsprozess eingebunden waren auch interessierte und betroffene Kreise der Hittisauer Bevölkerung, die Museumsführung sowie deren Mitarbeiterinnen und Museums-FachexpertInnen.

„Mit dieser jetzt neu zu schaffenden Struktur können wir unseren Weg fortsetzen. Mehr Unabhängigkeit mit einem eigenen Trägerverein bedeutet zwar gesteigerte Verantwortung, aber auch mehr Gestaltungsspielraum. Das ist bezogen auf unsere Thematik – Frauengeschichten und -kultur darzustellen, zu erforschen und in Bezug auf ländliche Entwicklungen kritisch zu beleuchten – ein wichtiger Entwicklungsschritt“, so die Direktorin des Frauenmuseum Hittisau, Stefania Pitscheider Soraperra.

Mit der neuen Struktur verbunden ist auch der politische Auftrag seitens der Gemeinde an das Frauenmuseum Hittisau, weiterhin hochwertige Leistungen im Bereich der Kultur- und Bildungsarbeit für die Region sowie arbeitsmarkt- und gesellschaftspolitische Impulse zu erbringen. Erwartet wird auch, dass die jetzt schon sehr hohe Umwegrentabilität des Frauenmuseum Hittisau weiter erhalten bleibt. Nach einer internen Berechnung bringt jeder über Förderung investierte Euro etwa vier Euro an Wertschöpfung für die Gemeinde und die Region.