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FRAUENNACHLÄSSE Fragmente aus vielen Leben

FRAUENNACHLÄSSE Fragmente aus vielen Leben

5. Juli bis 26. Oktober 2009
Sommerausstellung 2009 im Frauenmuseum
Ein Kooperationsprojekt des Frauenmuseums und der Universität Wien

Nachlässe geben Einblick in alltags- und sozialgeschichtliche Zusammenhänge. Die Nachlässe von Frauen wurden jedoch seltener als überlieferungswürdig erachtet als jene von Männern.

Seit 1991 wird am Institut für Geschichte der Universität Wien die „Sammlung Frauennachlässe“ aufgebaut. Die Sammlung dokumentiert private Selbstzeugnisse und Fotografien von Frauen und deren Umfeld. Die Nachlässe werden archiviert und wissenschaftlich aufgearbeitet. Sie enthalten die verschiedensten Schriftstücke aus dem 19. und 20. Jahrhundert: Von Tagebüchern bis hin zu Haushaltsbüchern und kalendarischen Notizen, von Korrespondenzen bis hin zu amtlichen Dokumenten, Schulheften, literarischen Manuskripten und Fotografien.
Die Ausstellung „Frauennachlässe l Fragmente aus vielen Leben“ stellt die Sammlung vor und ergänzt sie um zahlreiche Exponate aus der Region.

Die Ausstellung wird von einer Wandinstallation von Veronika Dirnhofer begleitet. Die jüngsten Arbeiten der in Vorarlberg aufgewachsenen Künstlerin sind in Zusammenhang mit ihrer Teilnahme am „SivrettAtelier 2008“ entstanden. Hier sah sich Dirnhofer mit der Geschichte des monumentalen Baumwerks der Staumauer auf der Biehler Höhe konfrontiert, bei dessen Errichtung in der NS-Zeit Zwangsarbeiter eingesetzt worden waren. In tagebuchartig angelegten Tuschezeichnungen, die Bild und Text kombinieren geht sie den Fragen des Erinnerns und des Vergessens als grundlegende Prozesse menschlichen Lebens sowie dem Ineinandergreifen von individuellem und kollektivem Gedächtnis nach.