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DIE ZWEITE HAUT  Kunst und Kleidung

DIE ZWEITE HAUT Kunst und Kleidung

29. November 2003 - 31. März 2004
Wie unsere erste Haut zwischen innen und außen vermittelt, vermittelt Kleidung zwischen uns und den anderen, Kleider sind sozusagen eine soziale Haut.

Kleidung ist Ausdruck unseres Selbstbildes, eine Form mit der Umwelt zu kommunizieren, etwas auszudrücken, Kontakt aufzunehmen. Und gleichzeitig wird sie von der uns umgebenden Gesellschaft normiert –  was darf ich, was darf ich nicht. Umberto Eco meinte, Kleidung forme unser Denken. Die hier gezeigten Kunstwerke stellen diese Funktionen und die geschichtlichen Moden humorvoll, provokant und kritisch zur Diskussion.

Die Ausstellung: Zweite Haut – Kunst und Kleidung

Die Ausstellung handelt von der Haut als Grenze des menschlichen Körpers und von der Kleidung als Element, das diese Grenze erfahrbar und interpretierbar macht. Kleidung wird landläufig als zweite Haut bezeichnet und verstanden. Sie soll, der Haut ähnlich, richtig sitzen, damit der Mensch sich darin wohl fühlt. Kleidung bietet Schutz, vor Kälte oder Schmutz aber auch vor Blicken der Mitmenschen. Doch Kleidung ist nicht nur rein funktional, sondern auch der Mode unterworfen und somit eine Kulturerscheinung, wie Kunst es auch ist. Die äußere Hülle soll Aufschluss über das Dahinter geben.

Kleidung als zweite Haut des Menschen kritisch, ironisch, ästhetisch mit künstlerischen Mitteln und Strategien zu hinterfragen, ist das zentrale Anliegen der aktuellen Ausstellung. Es geht um die Thematisierung von Kleidung und zwar in Relation zu den gesellschaftlichen Implikationen, die das Thema Kleidung aufweist. Die Ausstellung baut stark auf die sinnlichen Qualitäten der Kunst, auf ihre Fähigkeit, Denkprozesse via sinnlich wahrnehmbarer Formen auszulösen und so Aufschlüsse über den Zustand unserer Kultur zu vermitteln.

Arbeiten von 13 KünstlerInnen vermitteln ein facettenreiches Bild der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema Kleidung als zweite Haut des Menschen. Die KünstlerInnen kommen aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten, leben aber fast alle nicht mehr in ihren Heimatländern. Das spiegelt das stetige Fluktuieren und die Vermischung von Kulturen in der heutigen „globalen Gesellschaft“. Die verschiedenen Ausdrucksformen der KünstlerInnen reichen von der konventionellen Fotografie, über Videoclips bis hin zu „tragbaren“ Kleidern. Die Exponate präsentieren sich humorvoll, ästhetisch und abstrakt, aber auch provozierend oder Ekel erregend.