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STILLES HOLZ Wenche Selmer

STILLES HOLZ Wenche Selmer

12. Dezember 2009 - 4. April 2010
Die norwegische Architektin Wenche Selmer (1920-1998).

Die norwegische Architektin Wenche Selmer gehört zu den wenigen Architektinnen des 20. Jahrhunderts, die breite Anerkennung erlangt haben. Als Professorin an der Oslo Shool of Architecture and Design war sie eine anerkannte Autorität und bildete mehrere Jahrzehnte lange hunderte junge ArchitektInnen aus. Wenche Selmer plante vor allem Wohn- und Ferienhäuser aus Holz, einem Baumaterial, das in Norwegen seit jeher breite Verwendung findet. Rund hundert Gebäude gehen auf sie zurück, darunter zahlreiche Einfamilienhäuser in Olso und Ferienhäuser an der Südküste rund um Lillesand und in den norwegischen Bergen. Immer sind ihre architektonischen Lösungen auf die spezielle Umgebung angepasst. Die subtile Interaktion zwischen Gebäude und Umgebung ist charakteristisch.

„Achtsamkeit“ ist ein Begriff, der Wenche Selmers planerische Vorgehensweise charakterisiert. Sie betonte immer wieder, es gäbe in ihrer Arbeit zwei grundlegende Faktoren: einerseits die Beziehung des Gebäudes zur Umgebung, andererseits die Menschen und deren Nutzung ihrer Wohnräume. Daraus resultiert eine zurückhaltende und harmonische Architektur, die Wenche Selmers Sensibilität für soziale, menschliche und umweltrelevante Themen bezeugt. Selmers Verdienst ist es, neue Möglichkeiten des Baumaterials Holz erarbeitet und erforscht zu haben. Der Umgang der norwegischen Architektin mit dem Material weist durchaus Parallelen zu den vielfältigen Verwendungsarten von Holz im Bregenzerwald auf, dessen Kulturlandschaft entscheidend von diesem Baumaterial geprägt ist.