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Veranstaltungsarchiv

Friie Froua

Präsentation des HTL-Diplomprojekts von Sara-Lisa Bals und Katharina Brunner
Samstag, 22.2.2015 I 19 Uhr

mit Führung durch die Ausstellung "Ich bin daheim. Die Künstlerin A.M.Jehle"

ZIELSETZUNG
Im Rahmen der Ausstellung „Ich bin daheim. Die Künstlerin A. M. Jehle“ im Frauenmuseum
Hittisau haben Sara-Lisa Bals und Katharina Brunner - Maturantinnen an der HTL
Dornbirn, Fachrichtung Textiltechnik - zwei bekleidungstechnische Objekte entwickelt und
gefertigt. Sie nehmen Bezug auf A. M. Jehles Kunst. Als Recherchegrundlage und
Inspirationsquelle galt der Werkkatalog der Künstlerin. Dabei war die Auseinandersetzung
mit einer Vielfalt an künstlerischen und technischen Themen elementar.
Einerseits wurde die Frage, „Was ist Heimat?“ behandelt, indem persönliche Assoziationen
zu den von Begriffen “Heim” und “Heimat” in die Modelle eingebracht wurden.
Andererseits wurden durch Schnitttechnik, Form und Linienführung, durch Farben und
Materialien Impressionen verstärkt.

PROLOG
Zur Veranschaulichung der gegensätzlichen Rollenbilder von Frauen bedienten wir uns am
zweideutig zu interpretierenden Vorarlberger Mundartbegriff „friie Froua“. Einerseits kann
dieser im Dialekt als brav verstanden werden, gleichzeitig aber auch als frei.
Damit wird die „friie Frou“ als gefügige, brave Hausfrau dargestellt und im Gegensatz dazu
die „freije Frou“ als freie und emanzipierte Frau. Inspiriert durch die Werke von A. M. Jehle
griffen wir die von ihr verwendeten Stilelemente Handarbeit und Schrift in unseren
Objekten auf. Durch langwierige Recherchearbeiten und Einlesen in die Thematik der
Geschlechterfrage haben wir uns unser eigenes Bild dieser Materie geschaffen und lassen
die Modelle für unsere Ideen, Gedanken und Kritik sprechen.

PROBLEMSTELLUNG

Ziel war es, zwei bekleidungstechnische Modelle in Anlehnung an Jehles Kunst zu fertigen.
Neben der künstlerischen Perspektive war auch die technische Ausarbeitung auf hohem
schnitttechnischem Niveau von wesentlicher Bedeutung, was durch Linienführung,
Materialien und Verarbeitung ersichtlich wird. Der Schwerpunkt der schriftlichen
Ausarbeitung liegt im Allgemeinen auf der Analyse von Kunst, Farben und Materialien sowie
auf historischen Gesichtspunkten der Handarbeit in verschiedenen Bereichen mit besonderem
Augenmerk auf die Frauen. Die Herausforderung bestand darin, künstlerische und
technische Aspekte miteinander zu vereinen und zwei ausdrucksstarke Modelle zu fertigen,
welche die verschiedenen Frauenrollen reflektieren und hinterfragen. Die Betrachterin /
der Betrachter soll zum Nachdenken angeregt werden und eine eigene Interpretation der
Modelle formulieren.

Das Projekt wurde unterstützt von:
Frauenreferat Vorarlberg I Frauenmuseum Hittisau I Hans Sperger, Lustenau I
Schoeller + Stahl Wolle, Bregenz I Eberle Metall Exklusiv, Hittisau