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Veranstaltungsarchiv

Pforte im Frauenmuseum. WER WAR MELBONIS? Beruf und Berufung

Donnerstag, 20. Oktober 2011, 20 Uhr I Konzert (mit Führung durch die Ausstellung um 19 Uhr)

Wer war MelBonis? Beruf und Berufung

Mélanie Bonis (1858–1937)
Klavierquartett Nr. 1 B-Dur op. 69 (1905)

Johannes Brahms
(1833–1897)
Klavierquartett Nr. 3 c-Moll op. 60 (1875)

Berit Cardas, Violine
Klaus Christa, Viola
Bjørg Værnes Lewis, Violoncello
Katya Apekisheva, Klavier

Christine Géliot, Urenkelin der Komponistin, im Gespräch mit Klaus Christa


MelBonis war das Pseudonym der 1858 in Paris geborenen französischen Komponistin Mélanie Hélène Bonis. Pseudonyme waren für Komponistinnen des 19. Jahrhunderts praktisch die einzige Möglichkeit, als Musikschaffende ernst genommen zu werden. Als Kind näherte sie sich autodidaktisch der Musik, durch Vermittlung von César Franck erhielt sie später einen Studienplatz am Pariser Konservatorium. Wegen ihrer Liebe zu ihrem Studienkollegen Amédée Hettich wurde sie von ihren Eltern aus dem Konservatorium genommen und im Alter von 22 Jahren mit einem doppelt so alten Unternehmer verheiratet. Dieser brachte fünf Kinder in die Ehe mit, zu denen noch drei eigene kamen – ein viertes musste von ihr getrennt aufwachsen, da es aus der Beziehung zu Hettich stammte.
Inmitten all der Anforderungen als Mutter und Ehefrau gelang es ihr, etwa ab ihrem 40. Lebensjahr ein reichhaltiges kompositorisches Schaffen zu entfalten – ein kleines Wunder, das wir an diesem Oktoberabend mit Ihnen teilen möchten ...

Abendkarte: € 15.- (inkl. Museumsbesuch und Führung durch die Ausstellung "Feste.Kämpfe. 100 Jahre Frauentag"