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Veranstaltungsarchiv

pforte im frauenmuseum: Mélanie Bonis. Ein Frauenschicksal

Samstag, 10. März 2012, 17 Uhr I Konzert (mit Führung durch die Ausstellung um 16 Uhr)

Mélanie Bonis. Ein Komponistinnenschicksal

Mélanie Bonis (1858–1937)
Sonate für Viola und Klavier (Bearb. d. Cello-Sonate) F-Dur op. 67
Sonate für Flöte und Klavier cis-Moll op. 64
Drei Stücke für Viola und Klavier, Scènes de la forêt op. 123

Claudia Christa, Flöte
Klaus Christa, Viola
Yukie Togashi, Klavier


Das große von Publikum wie Presse gezeigte Interesse für die Musik von Mélanie Bonis im vergangenen Jahr (Konzert "Wer war MelBonis? Beruf und Berufung" im Oktober 2011) hat Klaus Christa dazu ermutigt, der französischen Komponistin ein Portraitkonzert zu widmen. Die stille und gleichzeitig so "heimelige" Atmosphäre des Frauenmuseums ist der ideale Resonanzraum für die innige, zarte Musik der genialen Komponistin.
 

Die französische Komponistin Mélanie Bonis stammte aus einer kleinbürgerlichen Pariser Familie, die ihr musikalisches Talent kaum förderte und ihr nur widerwillig ein Studium am Pariser Conservatoire erlaubte. Wegen ihrer Liebe zu ihrem Stuienkollegen Amédée Hettich wurde Mélanie Bonis von ihren Eltern aus dem Konservatorium genommen und im Alter von 22 Jahren mit einem doppelt so alten Unternehmer verheiratet. Dieser brachte fünf Kinder in die Ehe mit, zu denen noch drei eigene kamen - ein viertes musste von Mélanie Bonis getrennt aufwachsen, da es aus der wiederaufgenommenen Beziehung zu Hettich stammte. Die Trennung von ihrem Kind belastete die Komponistin schwer.
Inmitten all ihrer Anforderungen als Mutter und Ehefrau gelang es ihr, etwa ab dem 40. Lebensjahr ein reichhaltiges, hochqualitatives kompositorisches Schaffen zu entfalten.

Karten: Euro 17.- (mit Führung durch die Ausstellung "FESTE. KÄMPFE 100 Jahre Frauentag" um 16 Uhr)