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Veranstaltungen

INTER FRITTI HITTISAU / NEUROPLASTIZITÄTSFLÜGEL

Eine soziale Plastik von Barbara Anna Husar mit Aiko Kazuko Kurosaki (Performance) und Pia Palme (Klangspektrum)

Mittwoch, 30. April 2014 I 18 Uhr


Im Rahmen des Projekts „p[ART]. Partnerschaft zwischen dem Frauenmuseum Hittisau und der Mittelschule Hittisau“ hat sich die Künstlerin Barbara Anna Husar – gemeinsam mit zwei Schulklassen - mit der Arbeit A. M. Jehles auseinandergesetzt.

Ausgehend von den Werken A. M. Jehles macht sich Barbara Anna Husar zur Brücke zwischen der Künstlerin und den SchülerInnen. Die von den Jugendlichen gesammelten Objekte und Materialien werden verbunden, bearbeitet, gezeichnet, beschrieben, zum Klingen gebracht, zu kommunizierenden Gefäßen gemacht. So entsteht im öffentlichen Raum zwischen Museum und Schule eine sich verzweigende temporäre Installation, die von der Skulptur Gerold Amanns vor dem Frauenmuseum ausgeht. 

Die Komponistin Pia Palme wird das Klangspektrum der Skulptur verorten und die hörbare Dimension der „Fundstückfügungen“ erfahrbar machen. Sie wird der Klanganker für Aiko Kazuko Kurosakis Performance. Diese beginnt als interagierender Teil von INTER FRITTI HITTISAU, um sich langsam daraus herauszulösen, davon abzunabeln und am Museumsgebäude anzudocken.

Aiko Kazuko Kurosaki und Barbara Anna Husar kooperieren bereits seit Jahren. Erstmals wird ihre Zusammenarbeit um die musikalische Intervention von Pia Palme erweitert.


BARBARA ANNA HUSAR (www.husar.tk)

  Foto: Doris Kittler

Barbara Anna Husar ist bildende Künstlerin, Performerin, Regisseurin und Autorin. Sie studierte an der Universität für Angewandte Kunst in Wien und an der Gerrit Rietveld Academy in Amsterdam, erhielt das österreichische Staatsstipendium und ist Hubert Berchtold Preisträgerin. In Berlin, Peking, Shanghai und Bilbao war sie Artist in Residence.
Seit sieben Jahren besitzt die Künstlerin eine eine Ziegenherde in der Wüste Sinai und sammelt die Nabelschnüre der neugeborenen Tiere. Eine Hängematte aus Nabelschnüren ist das finale Objekt dieser Intervention über das Fließen von Informationen. Die Erfahrungen dieser vielschichtigen Auseinandersetzung werden in ihrem geräumigen Atelier in der ehemaligen Zuckerlfabrik in Brigittenau multimedial aufbereitet. Mittels Zeichnung, Malerei, Trickfilm, Foto, Objekt, Installation, Salon und Performance experimentiert und forscht Husar zwischen Ur- und Neuformen des Lebens.
Barbara Anna Husars internationale Aktivität im Informationsaustausch zwischen Kulturen, Wissensgebieten und künstlerischen Medien beschreibt sie mit „Ich bin Teil, Zwischenteil und Teilchenbeschleuniger“.

AIKO KAZUKO KUROSAKI (www.aikaku.net)

  Foto: Karin Schranz

Aiko Kazuko Kurosaki wurde in Tokio (JP) geboren. Sie studierte Tanz und Musik in Wien und Chicago und erhielt Stipendien für ihre Tanzfortbildungen in Wien, Salzburg und Chicago. Sie war Verantwortliche für Konzept und künstlerische Leitung sowie Tanz und Choreografie für die Reihe „Tanzwerkstatt Metropol“ 1988/89 in Wien, war Mitglied der Butoh-Compagnie Ariadone / Carlotta Ikeda und assistierte zwischen 1991 und 1999 Carlotta Ikeda bei ImPulsTanz und den Wr. Festwochen in Wien, sowie in Tokio, Paris, Berlin, Bordeaux.
Ihre Soloarbeiten sowie Gruppenprojekte in Kooperation mit anderen Künstlern und mit ihrer Kompanie Cie. Aiko werden auf zahlreichen Festivals im In- und Ausland gezeigt.
Aiko verwirklicht Performances, Living Installations, performative Interventionen im öffentlichen Raum und transdisziplinäre Projekte mit Schwerpunktsetzung auf umwelt- und sozialkritische Themen: Performance/Flashmob in der UNO-City Wien zum Gedenktag für Hiroshima und Nagasaki gegen die Wiedereröffnung der Atomkraftwerke in Japan nach Fukushima; Ko-Initiatorin u. Performerin bei One Billion Rising Vienna 2013 und 2014 u.a.
Mit Barbara Anna Husar hat sie seit 2010 mehrmals kooperiert - in Wien, Schnifis, Dornbirn, Lindau und zuletzt im Tanzquartier Wien und im Kunstverein Ulm. Im Sommer 2014 wird sie als Dozentin beim ImPulstanzTanz Festival den Workshop " The Body as a Mission Statement"  leiten. Aiko Kazuko Kurosaki ist Mutter von 4 Kindern.

PIA PALME (www.piapalme.at)

  Foto: Christian König

Pia Palme eröffnet als international tätige Komponistin und Musikerin Wirkungsfelder zwischen Konzept und Kontext, Komposition und Improvisation, zwischen akustischer und elektronischer Musik. Entschlossen und engagiert entwirft sie tiefgründige Konzepte und neuartige Strukturen in unterschiedlichen Dimensionen und stellt Vokal- und Instrumentalmusik in raumgreifende Anordnungen, um Zwischentöne aufzunehmen und zu verlautbaren. Facettenreich ist ihr Ansatz nach ganz unterschiedlichen Studien: Musik am Konservatorium Wien, Blockflötistin, Oboistin, Mathematik und Geometrie an der TU Wien, Improvisation an der Naropa University in Colorado. Derzeit Arbeit und Forschung für ihre künstlerische Dissertation zum Thema ‘Composing the noise of mind’ in Komposition an der Universität Huddersfield, GB. Als Interpretin und gefragte Improvisatorin spielt sie die 2007 neu entwickelte, zwei Meter große Subbassblockflöte des Schweizer Instrumentenbauers Küng. Palme interpretiert ihre Werke für das Instrument, weiters ist sie Widmungsträgerin mehrerer Solostücke (u.a. von Joanna Wozny, Jorge Sanchez-Chiong, Hannes Kerschbaumer, Katharina Klement). Palme setzt live solo und im Ensemble ein ausgefeiltes elektronisches Setup aus analogen und digitalen Bestandteilen ein. Sie moduliert und verarbeitet damit sowohl ihre bisweilen zerlegte Kontrabassblockflöte und andere externe Klangquellen. Mit der Stimmperformerin Gina Mattiello Gründung, Organisation und Kuratierung des von 2007 – 2012 jährlich stattfindenden Festivals e_may für neue und elektronische Musik. Pia Palme lebt in Wien, wo sie mehrere Arbeitsstipendien vom Bundesministerium für Kunst und Kompositionsförderungen der Stadt Wien erhielt.

Eintritt frei!