Über Gerechtigkeit, Demokratie und Geschlecht 

Was braucht es, um Frieden zu leben, zu bewahren oder zu erkämpfen?

Die Ausstellung FRIEDEN TUN. widmet sich dieser Frage aus politischen, gesellschaftlichen und persönlichen Perspektiven. Frieden erscheint oft als abstrakter Begriff. FRIEDEN TUN. versteht Frieden jedoch nicht als fertigen Zustand, sondern als aktiven, veränderbaren Prozess.

Perspektiven für den Frieden

Die Ausstellung fragt, wie Frieden im Alltag, in gesellschaftlichen Strukturen und in historischen Zusammenhängen entsteht – und welche Rolle jede und jeder Einzelne dabei spielt.

Im Mittelpunkt stehen Perspektiven von Frauen* und marginalisierten Gruppen, deren Erfahrungen in klassischen Friedensnarrativen oft unsichtbar bleiben. Künstlerische Arbeiten, historische Ereignisse und persönliche Geschichten eröffnen neue Sichtweisen auf Frieden, Demokratie und Gerechtigkeit. Interaktive Stationen laden Besucher:innen dazu ein, eigene Positionen zu reflektieren und sich aktiv einzubringen.

FRIEDEN TUN. ist eine Einladung zum Mitdenken, Fühlen und Handeln. Künstlerisch. Kritisch. Vielstimmig.

„Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut soll immer wieder mit Blut abgewaschen werden.“

– Bertha von Suttner (Prag, 1843 – Wien, 1914), Friedensnobelpreis 1905

Mit Friedenstaube Frieda entdecken Kinder die Ausstellung FRIEDEN TUN. auf spielerische Weise. An fünf interaktiven Stationen können sie ausprobieren, mitmachen und herausfinden, wie ein respektvolles Miteinander gelingt – auch bei Konflikten.

Das Vermittlungsangebot lädt Kinder dazu ein, Frieden altersgerecht zu erkunden und eigene Ideen einzubringen.

Flieg mit Frieda!

Zivilcourage als Kulturerbe

Das Interreg-Projekt COURAGE erinnert zum 500. Jahrestag der Bauernkriege 1525 an den historischen Kampf für Freiheitsrechte im Kulturraum Oberschwaben - Allgäu - Vorarlberg.

Demokratie und soziale Inklusion sind nicht selbstverständlich – sie erfordern Mut und Engagement. Mit Ausstellungen, Veranstaltungen und neuen Kooperationen machen elf Partner:innen sichtbar, wie aktuell die Themen Freiheit, Gleichstellung und Mitbestimmung sind. Ziel ist es, Zivilcourage als immaterielles Kulturerbe zu stärken und Menschen zur aktiven Beteiligung an demokratischen Prozessen zu ermutigen.

Kunst & Frieden

Die Ausstellung versammelt künstlerische Positionen, die sich vielschichtig mit Konflikt, Versöhnung, Erinnerung und Gerechtigkeit auseinandersetzen. Die Werke verstehen sich nicht als Illustrationen, sondern als eigenständige Zugänge, die Perspektivwechsel ermöglichen und Frieden als mehr begreifbar machen als das Schweigen der Waffen.

Künsterinnen: Rufina Bazlova, Francesca Centonze, Anna Heringer, Soli Kiani, Käthe Kollowitz, Claudia Larcher, Jenny Matthews, Petra Michl, Roswitha Minardi, Constanze Moll, Gertrude Neusser-Schopf, Peng, Mariella Scherling-Elia, Deborah Sengl, Barbara Tavella

FRIEDEN TUN. Ausstellung

  • Lisa Noggler-Gürtler
    Stefania Pitscheider Soraperra (FMH)

  • Sabrina Summer, Design
    Simone Angerer, Grafik
    Martin Beck, Technik
    Simone Knecht, Animationen
    Laura Ruth Gaffron, Übersetzungen

  • Katharina Felder, Andrea Schwarzmann & Anja Berlinger (alle FMH)

FRAUENMUSSEUM HITTISAU Team

  • Stefania Pitscheider Soraperra, Direktorin

  • Andrea Schwarzmann, Presse & Projekte
    Katharina Rohner, Kommunikation & Grafik
    Katharina Felder, Vermittlung
    Zunilda Hostnig, Organisation & Veranstaltungen
    Bronwen Rolls, Calliope Projektleitung

  • Juliane Abbrederis, Bianca Bals, Anja Berlinger, Wilma Bilgeri, Barbara Capri, Norah Drissner, Cornelia Ellensohn, Kaja Feichtinger- Erhart, Danielle Fend-Strahm, Maria Feurstein, Susanne Fink, Barbara Frey, Bernadette Fritz, Lydia Hagspiel, Sabine Heinzle, Lucia Keck, Lamiae Lahlal, Annelies Mätzler, Markus Mosman, Ronja Paterno, Nadine Schütz, Dagmar Steurer 

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