OPEN CALL FÜR KÜNSTLER:INNEN
WONDER
Women
Narratives
During the
European Resistance
Residency und Produktion eines Kunstwerks im Frauenmuseum Hittisau / AT im Rahmen des EU-Programmes CERV
Guadaloupe Aldrete / FMH Residency 2021
© Momo Beck / Frauenmuseum Hittisau
Das Frauenmuseum Hittisau sucht eine:n Künstler:in für eine Residency zum Thema Widerstand von Frauen* gegen den Nationalsozialismus in Vorarlberg und Österreich. Basierend auf der historischen Recherche des FMH entsteht ein neuer künstlerischer Beitrag, der ab April 2027 im Museum gezeigt wird.
Wer kann sich bewerben?
Professionell arbeitende Künstler:innen mit Wohnsitz in Österreich oder einem anderen EU-Mitgliedstaat und mit der Möglichkeit, für Residenz und Ausstellung unkompliziert nach Hittisau zu kommen. Erwünscht ist ein Bezug zur österreichischen, idealerweise Vorarlberger Geschichte und Gegenwart. Gute Deutschkenntnisse sind Voraussetzung, da Recherche und künstlerische Arbeit auf Deutsch stattfinden.
Wann und wo?
Residency von insgesamt vier Wochen am Frauenmuseum Hittisau (Vorarlberg), Mitte Januar bis Ende März 2027, auch in mehreren Blöcken möglich.
Präsentation ab 17. April 2027 im Frauenmuseum Hittisau.
Die Bewerbungssprache ist Englisch.
Bewerbungsschluss: 06. Dezember 2026 (23:59 MEZ).
Was ist zu tun?
Recherche, Entwicklung und Produktion einer neuen Arbeit in der partizipativen, sozial engagierten bildenden Kunst, etwa Fotografie, Film, Animation, Digitales, Sound oder kleinformatige Installation.
Honorar € 3.000 und bis zu € 1.000 Produktionskostenzuschuss. Unterkunft, Reisekosten und Taggeld werden gestellt.
Warum WONDER?
Der Beitrag von Frauen* zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus blieb über Jahrzehnte weitgehend unsichtbar. WONDER gibt dieser zum Schweigen gebrachten Form des Widerstands eine Stimme, gemeinsam mit vier weiteren Kulturorganisationen in Europa.
WONDER ist ein europäisches Projekt, das den Beitrag von Frauen* zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus erforscht und würdigt – als Anführerinnen, Kämpferinnen, Organisatorinnen, Kurierinnen oder Unterstützerinnen. Dieser Beitrag blieb über Jahrzehnte weitgehend unsichtbar.
Im Frauenmuseum Hittisau steht der Widerstand von Frauen* in Vorarlberg und Österreich im Zentrum. Als Recherchegrundlage dient ein historischer Überblick der Historikerin Roswitha Fessler. Darauf aufbauend entwickelt die:der ausgewählte Künstler:in eine neue partizipative Arbeit, die ab April 2027 im Kontext der Jahresausstellung "Unverschämt!” gezeigt wird. Für die Bewerbung erwarten wir noch kein fertig ausgearbeitetes Werk. Entscheidend ist ein eigenständiger künstlerischer Zugang zum Thema, aus dem im Lauf der Residenz eine neue Arbeit entsteht.
FAQs zu WONDER
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Gesucht wird ein:e professionell arbeitende:r Künstler:in, mindestens 18 Jahre alt, mit Wohnsitz in Österreich oder einem anderen EU-Mitgliedstaat und mit der Möglichkeit, für Residenz und Ausstellung unkompliziert nach Hittisau zu kommen. Erwünscht ist ein Bezug zur österreichischen, idealerweise Vorarlberger Geschichte und Gegenwart. Nötig sind eine nachweisbare künstlerische Praxis (Ausbildung, Ausstellungstätigkeit oder vergleichbare Laufbahn) und gute Deutschkenntnisse, da Recherche und künstlerische Arbeit auf Deutsch stattfinden.
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Partizipative, sozial engagierte bildende Kunst: Fotografie, Film/Video/Animation, digitale und multimediale Arbeiten, Sound und kleinformatige Installation. Die Arbeit muss sich in die Museumsräume einfügen lassen. Reine Bühnen-, Tanz- oder Performanceformate sind nicht vorgesehen.
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Die:der ausgewählte Künstler:in erhält ein Honorar von € 3.000 sowie einen Produktionskostenzuschuss von bis zu € 1.000, der gegen Beleg erstattet wird. Dazu kommen Reise und Unterkunft für Residenz und Präsentation in Rom, ein Taggeld von € 30 für die Anwesenheitstage in Hittisau, ein Arbeitsplatz während der Museumsbürozeiten sowie logistische, kuratorische und Netzwerk-Unterstützung. Die Reise wird einmalig ab dem Wohnort nach den EU-Reiserichtlinien gebucht. Laptop und Handy werden nicht gestellt.
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Nein. Das Frauenmuseum hat keine eigene Produktionswerkstatt und kann kein Atelier zur Verfügung stellen. Die künstlerische Praxis sollte mit den räumlichen und technischen Möglichkeiten unseres Hauses vereinbar sein.
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Nein. Die Residenz umfasst insgesamt vier Wochen zwischen Januar und März 2027 und kann in mehreren Blöcken stattfinden. Die genaue Aufteilung wird in Absprache mit dem Museum festgelegt. Die Entwicklung und Produktion der Arbeit ist bis 31. März 2027 abzuschließen, da sie in die Ausstellung zur Scham einfließen wird (Eröffnung: 17. April 2027). Die Ausstellung läuft bis März 2028.
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Sie beantworten die Fragen im Online-Fragebogen und laden ein Portfolio als PDF hoch, beides auf Englisch. Es enthält Ihren aktuellen künstlerischen Lebenslauf und eine Auswahl bisheriger Arbeiten. Bei Bedarf geben Sie einen Link zu einem umfangreicheren Portfolio an. Bitte senden Sie keine Originalwerke oder physischen Arbeiten ein.
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Ein nationales Auswahlgremium sichtet die Bewerbungen, das WONDER Project Steering Committee entscheidet endgültig. Beide Gremien gehören dem WONDER-Konsortium an. Kriterien sind die Qualität Ihrer künstlerischen Praxis, die Qualität Ihrer Antworten im Fragebogen und Ihr erkennbares Interesse an der Rolle zeitgenössischer Kunst für die Themen des Projekts. Die Entscheidung ist endgültig, ein Rechtsanspruch besteht nicht.
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Bewerbungsschluss ist der 06. Dezember 2026, 23:59 MEZ. Sie werden am 18. Dezember 2026 benachrichtigt. Die Recherchegrundlage erhalten Sie im Falle einer Zusage ab Anfang Dezember 2026. Haben Sie noch Fragen? Wenden Sie sich bitte an stefania.pitscheider@frauenmuseum.at
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Frauen* haben Widerstand geleistet und ihre Geschichten warten darauf, erzählt zu werden. Erforschen Sie mit uns, was lange unsichtbar blieb.
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung bis 06. Dezember 2026